Känguherden, Weltwunder und Sängerknaben: Im australischen Südsüdwesten

Was ist ein Tag in Margaret River ohne „Tasting“? Gleich nach dem Morgenkaffee hab ich in der Fudge Factory Fudge, what else, verkostet. Ja. Naja. Süß. Gratis. Okay.

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Beerenfarm, Greifvögel und der Leuchtturm zwischen INdian and South Ocean

Dann hab ich meine heutige Rundfahrt gestartet: Berry Farm und Eagle Display (angeblich die größte Greifvogeldemo Australiens; kann aber nicht mal mit Burg Kreuzenstein mithalten) waren eher ein Reinfall. Dann gings weiter, schon arg sturmgebeutelt, zum bekannten Leuchtturm, der den South Ocean und den Indian Ocean trennt.

Nur wegen @Nico, bekennender Leuchtturm-Freundin, hab ich die 5 AUD berappt und hab mich gegen den Wind zum Leuchtturm gekämpft, immer mit der nicht grad latenten Sorge, obs inzwischen mein parkender Camper eh nicht umkippt – seufz – …. Fotos von heute und morgen 🙂

Jewel Case Höhle, Hamelin Bay, Karri Wälder…

Wale hab ich mal wieder keine gesehen, aber die Location war schon sehr grandios. Noch einen Kollegen von der Weintour getroffen und dann bei ein paar cones und espresso in einer der vielen bakerys (dankenswerter Weise) in Augusta aufgewärmt. Das nachmittägliche Wetter- und damit Stimmungstief wurde mit dem Besuch des Jewel Cave behoben; eine von vielen Höhlen in der Gegend. Diese soll sogar im Rennen um die „Neuen Weltwunder“ sein. (@Andreas, das war doch der Tafelberg auch, oder?) Wir sind ja in Österreich auch mit spektakulären Höhlen verwöhnt, aber die Jewel Case war wirklich nicht schlecht 🙂

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Danach gings dann noch an die Küste bei Hamelin Bay sich normalerweise abends die Sting Rays (Stachelrochen) einfinden. Aber der Sturm und die Massen an Algen (Strandputztage kommen erst, hab ich heute im Supermarkt erfahren) haben mich dann wieder nach Margaret River zurückgetrieben – ohne StingRay Sichtung. Die Fahrt war aber genial: durch die abendlichen Karri Wälder, echt beeindruckend.

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Wiedermal ne Zwischenzählung an Tiersichtungen:

  • Emus: 10-15
  • Kängus in Herdenform: zahllos
  • neongrüne freche Papageien: immer und überall über einem
  • schwarze hässliche Echse: 1
  • Schafe (laut Schafscher-Expertenmann sind das echt Überlebenswunder: brauchen kaum Wasser, kaum Fressen, ihr Fell schützt sie vor der Hitze und man kann sie überall hinstellen, sie sinds zufrieden; nur vor ihren Hüterhunden; da haben sie echt Angst): zahllos
  • Kühe: zahllos wie daheim
  • Wilde Hasen nachts am Camper: 10
  • Moskitos, nervend: Nur bei der Greifvogeldemo

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Was ich noch erzählen wollte:

Bei der Weintour war eine nette australische Dame dabei, die mich sehr höflich und interessiert angeredet hat: Ihr Vater war damals einer jener Wr. Sängerknaben, die bei Ausbruch des 2. Weltkriegs hier in Australien grad mit der Truppe auf Tournee waren. Alle Sängerknaben mussten damals in Australien hier bleiben (10-12 Jährige) und durften nicht mehr nach Hause. Ihr Vater blieb wirklich hier, er wurde erst von der Kirche versorgt, dann hat er sich eine Schule gesucht und eine Ausbildung gemacht, eine ausgewanderte Italienerin geheiratet und ist in Melbourne geblieben. Fast alle der damaligen Wr. Sängerknaben sind in Australien geblieben, sagt sie. Und danach konnten sie nicht heim zu ihren Familien (wegen des Wiederaufbaus, keiner hatte Geld) – und dann wollten sie nicht mehr. Jane war mehr als nett, sie wollte in der kurzen Zeit von mir viel über Österreich erfahren, über Wien und überhaupt. Und ob ich sie nicht besuchen will, wenn wir in MEL sind?! Interessante Geschichte.


 

 

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