Ja, so muss Australien! Welcome to Sydney!

Aber ich musste ja unbedingt im einsamen Westaustralien starten – allein im campervan am highway. Jetzt in Sydney kommt mir das alles wie ein Traum vor. Hier ist alles anders. Eh klar. Ganz anders.Gestern nach meiner Ankunft in Sydney habe ich in einer Stunde mehr glückliche Menschen, belebte Plätze, Restaurants, gut bestückte Supermärke und blauen Himmel gesehen als in 4 Wochen Westaustralien. Und diese Stadt: So happily situated. Breathtaking. Und auf einmal gleich mal fast 30 Grad mehr als am Tag davor.Wenn ich hier meine Reise begonnen hätte, wie eigentlich zuerst geplant, und dann erst auf die einsamen highways im Westen? Wäre das besser gewesen? Für mich, für meine Motivation, für meine Berichte, für meine Erinnerung? Was ist schon „besser“?

Oder wie Buddha (im übertragenen Sinne und etwas heutiger ausformuliert) dazu sagen würde: Gut oder schlecht, wer weiß? Für irgendwas war es sicher gut. Oder auch wie der Herr auf dem spooky campingplatz bei der wildflower Führung einst sagte: „Everything for a reason“. Er dürfte das damals auf die winzigen, nur mikroskopisch wahrnehmbaren wildflowers bezogen haben; aber ich sage Euch: Die beiden haben Recht.

Ich habe also mein eiskaltes youth hostel im wenig überzeugenden Canberra morgens um 7 verlassen, um per Greyhound premium nach Sydney zu reisen. Wlan, Steckdosen, Ledersitze, Snacks – für 20 AUD mehr  als genialo. Diesmal war es an Mick, uns zu chauffieren und uns die security Vorschriften (habe etwa 3 von 300 Sätzen verstanden) wortreich rüberzubringen. Zu Fuß dann zum vorab gebuchten Ibis, das auch so schmal gebaut ist wie die hiesigen Ibisse.

Übrigens ad Ibis: TierUpdate per heute:

  • Nationaltier schwarzer Schwan: zig
  • Ibis, weißer Australischer: sehr sehr viele freche hier in Sydney überall
  • Dolphin im Hafenbecken von Manly: 2
  • weiße Cockatoos: im botanischen Garten (die letzten in Westaustralien am highway), wie immer kreischend: Zahllos

Sydney also. Bin nach meiner Ankunft sieben Stunden mit offenem Mund (also auch hier im übertragenen Sinne, ich kann alle beruhigen) durch die Stadt geschlendert: Diese Häfen, diese Promenaden, diese Menschenmassen, diese Happy Hours :-), diese Asian Foodcourts… In Westaustralien kann man abnehmen, hier sicher nicht. Dafür ist hier alles ein bisschen mehr so, wie man es gewohnt ist: Hupende Autofahrer, Stau, Menschenmassen. In Westaustralien ging ja alles im Zeitlupentempo und viel mehr „no worries“!

Die Fotos sind online. Ab morgen ist dann mein Status #solo #traveller Geschichte und ich bin froh darüber. Doch auf den nächsten Campervan (von Darwin im Norden ins Red Center nach Alice Springs und zum Uluru) FREU ICH MICH schon wieder 🙂 Sonst wär ichs ja nicht, oder.

Die Halbzeit meiner Australien-Experience ist bereits überschritten. Gut oder schlecht, wer weiß?

 

 

 

 

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