Gipfelkreuz Hopping in Hochleithen

Ich kenne sie schon, die Pappenheimer, die sich über „Mountainbiken“ und „Gipfelkreuze“  im Weinviertel köstlich amüsieren. Und dennoch haben wir sowohl MTB Strecken, als auch Gipfelkreuze bei uns (Auch Marterln, Bildstöcke und Galgenberge). Es muss ja nicht immer hochalpin sein. Ist auch sicherer wegen der Lawinen.

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Meine.Bank.

Unsere höchste Weinviertler Erhebung ist wirklich nur knapp 500 Meter (Buschberg 491m), aber dennoch kenne ich Mountainbiker, die in unseren gatschigen und unwegig steilen Kellergassen-Hohlwegen ordentlich ins Keuchen gekommen sind. Deswegen erlaube ich mir auch, meinen heutigen Wanderausflug nach Hochleithen als „Gipfelkreuz-Hopping“ zu bezeichnen – auch wenn es eher ein Schlendern war – denn meine hauptsächliche Aufgabe bestand darin, die Rehe und Hasen vor Coffee zu sichten, ihn sodann unter Kontrolle zu halten und seine Traktor-Fliehkräfte zu unterbinden.

Angeregt zu der kleinen Wanderung wurde ich von meiner Hochleithner Kollegin Niki und ihrem http://www.weinviertelwandern.at/

Am Karsamstag also war die Zeit reif, um unbekannte Gipfelkreuze in der näheren Umgebung in Angriff zu nehmen. Vorzüglich gleich der sonnige Parkplatz zwischen Traunfeld und Bogenneusiedl beim Heurigen Mallin (dort, wo mein Australien Abenteuer damals begann 

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Gemäß der Anleitung (von den vielen Hasen und Rehen war allerdings keine Rede gewesen) nahm ich gleich mal den falschen Windgürtel auf der falschen Seite, der allerdings seinem Namen gerecht wurde. Irgendwann stieß ich aber dann doch auf einen vermeintlich korrekten Windgürtel, der mich auch pfeilschnell zum 1. Gipfelkreuzsturm führte – sehr motivierend hier das Wandern! Dort kann man sich auch gut mit alten Stoßstangen eindecken.

Von dort gings dafür überraschender Weise hintaus beim neuen, hochengagierten „Tierparadies Hochleithen“ vorbei – erkannt hab ich es an den sympathisch herüber äugenden Waliser Schwarznasenschafen! Mini-Pony ebenfalls am Horizont! Coffee konnte sich über die interessiert herüberschauende Schafgesellschaft nicht echauffieren, weil er frische Hasen in der Nase hatte. Ganz frische, möchte ich meinen.

Unsere Nasen, ein paar vorauslaufende Rehrudel und ein paar bedrohlich über uns tanzende Bussarde führten uns schließlich auch auf den Atzenberg und zum dortigen Holzkreuz – wie versprochen gab es einen fulminanten Rundumblick. Die Leiserberge sind ohnehin allgegenwärtig, den Schneeberg hatte ich schon vorhin gleich hinter Wolfpassing (:-) aufblitzen sehen und nun sahen wir wirklich bis rüber zu den Karpaten.hochleithen gipfel 04042015 (8 von 12)

Dahinter sind die Karpaten!
Dahinter sind die Karpaten!

Ab meinem 2. Gipfelsturm war dann das Finden des korrekten Weges ein Kinderspiel – im großen Bogen wieder runter zur Gaweinstaler Straße und dann noch ein Schlenkerer zum Obstbau Filipp und schon waren wir wieder in bekannten Gefilden. Entlang des Bächleins spazierten wir dann von Bogenneusiedl wieder retour zu Humboldt, der beim Presshausheurigen Mallin gewartet hatte.

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Weil wir schon mal da waren, nahmen wir gleich den berühmten Apfel Cider vom Filipp mit und der Nachmittag verlief – wir hatten ja schon zwei Gipfelstürme absolviert – unspektakulär österlich.


Tipps: Anregungen fürs Wandern im Weinviertel und rund um Hochleithen gibts hier auf WEINVIERTELWANDERN.at. Das Tierparadies Hochleithenalm setzt sich für gefährdete Tierrassen (v.a. Schafe, Hühner, Ponys ein.


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