Flinders Ranges: Creeks, Ocker and Gorges

Kurz vor 7 wurde ich von Sandy von den Groovy Grapes abgeholt: 21 Leute sollten es noch werden, bis alle im Bus waren – inkl. „Team India“. 🙂 Von Adelaide heading North.

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Ein ziemlich bunter Haufen: Deutschland, Frankreich, USA, Australia, Austria und „Team India“: Eine 11köpfige indische Großfamilie aus Adelaide.

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Wir alle wollten in den nächsten Tagen in die Flinders Ranges, einer Hügelkette (ich glaub, die Hohe Wand ist höher), die seit 450 Millionen Jahren existiert, Lebensraum der Aboriginals war, bis die Weißen kamen und vergeblich versuchten, dort Getreide anzubauen.

Über den bekannten Stuart Highway, der durch ganz Australien von Adelaide bis nach Darwin im Northern Territory führt (wir werden ihn im Oktober von Darwin nach Alice Springs – also von Norden her – noch erkunden 🙂 und nach dem ersten Mann benannt ist, dem es gelang Australien von Norden nach Süden zu durchreisen (aber erst im 3. Anlauf. Wen wunderts).

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Also entlang des Stuart Highways und der alten Ghan-Eisenbahnroute gings mal – mit den unvermeidlichen Roadhouse Stops zum Tanken, etc – Richtung Norden. Sandy präsentierte uns gleich mal ein paar Aussie-Songs („Come to Australia“ zum Aufwärmen). Zuerst noch Windmills, kilometerlange Weizenfelder, Raps und Wiesen – nach Port Augusta (ein Kreuzungspunkt für alle, die entweder vom Westen in den Osten oder vom Norden in den Süden wollen – hier müssen alle Traveller durch 🙂 dann schon Busch und Wüste.

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Auf der „alten“ Ghan Route waren früher die AfGHANen mit ihren Kamelen unterwegs. Die Eisenbahn machte die Tierchen überflüssig, heute leben 1 Million wilde Kamele in Australien. Oh my goodness 🙂

Bei einem der ersten Stops schwärmten wir gleich aus, um uns Fly-Nets zu kaufen; die waren echt nötig. Gibts im Billigangebot „net only“ oder gleich mit Hut dazu 🙂

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Ab dem Örtchen Corn war dann echtes Outback angesagt: No wheat, no water anymore. Nur Schafe, Cattle und Salt Bushes (Die Tiere stehen voll auf diese Büsche. Müssen sie auch. gibt sonst nichts 🙂 – Wasser wird mittels Windmills aus dem unterirdischen riesigen artesischen Becken für die Tiere hochgepumpt. Auch für die Menschen.

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Die Farms nennen sich „Stations“ und werden in Teamwork bearbeitet: Für ein geschorenes Schaf gibts 2 AUD.

Wer gut ist, schafft 200 Schafe am Tag. Medizinische Kosten für Bandscheibenvorfälle bleiben unberücksichtigt.

Am Wilcochra Creek haben die Europäer versucht, Getreide anzubauen. Nur weil der Fluss mal zufällig Wasser geführt hat. Heute tut er das nur nach starken Regenfällen im Winter und auch nur alle paar Jahre. Weil das jetzt nicht so erfolgreich war, stehen heute überall Ruinen von alten Ansiedlungen. Da waren die Aborigines erfolgreicher: Ihre Höhlenmalereien aus Ocker mit Tier-Fett haben wir bei einem Stopp erklommen. Sehr nett, aber die Ocker-Minen haben mich mehr beeindruckt: Farben von gelb, rot, orange bis braun, und so vielseitig verwendbar, siehe Foto 🙂

groovy grapes (70) groovy grapes (69) groovy grapes (67)Dann endlich ein richtiger Foto-Stopp auf die Flinders: Nicht hoch, aber in der Abendsonne sehr beeindruckend. Mitten im nirgendwo gibts nen viewpoint – dann gings im Eiltempo weiter. Keiner will hier im Dunkeln noch mit einer Gruppe unterwegs sein, zu gefährlich wegen der hoppelnden Gesellen auf der Straße. Achja, Emu-Sichtungen: Ein Haufen 🙂

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Die erste Nacht verbrachten wir im Nirgendwo, pardon Angorichina village bei der Parachilna Gorge in einer ehemaligen Tuberkulose Station. Weil hier die Luft so schön trocken ist. Die Station hat ein paar Räume mit Stockbetten, eine Küche und die unvermeidlichen Barbecue Öfen im Freien. Und was eine 21köpfige Truppe ist, die will erst mal organisiert sein:

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Strom gabs sogar bis Mitternacht und dann wieder ab 7 Uhr. In 3 Teams wurde geschnippelt, geschleppt, abgewaschen und geräumt: Nach einem mittäglichen Test waren wir abends schon ganz gut organisiert:

Der männliche Teil des Team India nahm den Griller in die Hand und so gabs am ersten Abend ein zünftiges fleischlastiges Essen. Der Generator sorgte brav für Licht bis Mitternacht und riesige Tonnen mit Regenwasser sorgten für unseren Tee und das Nachfüllen der Regenflaschen. Telefon, Internet: No, wär ja noch schöner. Dafür gabs noch ein ordentliches Lagerfeuer, bevor ich eine der kältesten Indoor-Nächte meines Lebens verbracht habe. Eine Daune pro Schlafsack – und daheim hab ich Nepal-erprobte Schlafsäcke in allen Stärken. brrrrrr. Da war meine Nacht unter Sternen im Swag schon was anderes….

Have a good one. Hier gehts gleich zu allen Fotos der Outbacktour.

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