Hochsaison für Reisebloggerinnen und Buchautorinnen – das ist der Frühling und Frühsommer. Kaum war unser Camping Österreich Trip im Ausseerland vorbei, ging es an den Wörthersee, danach an den Erlaufsee. Und dann kam die große Hitze.

Inhaltsverzeichnis
Kärnten, Landvergnügen, Zemlinsky, der Ötscherbär und ein Fest bei 40 Grad
Der Juni hat gleich mit dem nächsten Auftrag begonnen: Der erste Forest Therapy Trail in Österreich hat in Schiefling am Wörthersee eröffnet, wir haben mit Camper Cicero dort am Landvergüngen Stellplatz der Kräuterlei übernachtet und live berichtet.
Und danach gings für eine Nacht in ein wirklich, wirklich hundefreundliches Hotel am Wörthersee – das JO – mit feiner Liegewiese und super Steg sowie einer weiterer Hundebademöglickeit am See gleich nebenan. Videos, Interviews, Social Media, Blogartikel – danach ging alles schnell online, so ein Arbeitstag ist lang, wenn ´s draußen nicht dunkel wird. Das Reel von meinem Bad im Wörthersee ging übrigens ausgesprochen gut in Sachen Reichweite.

Weinviertel, Burg-Loge, Zemlinsky und mein neues Narrenkastl

Zur Belohnung für die höllenschnelle Arbeit dann eine Loge im Burgtheater ganz für mich alleine bei “Burgtheater” von Elfriede Jelinek mit einer fulminanten Birgit Minichmayr als Paula Wessely, das war ein wirklich schöner Abend.
Nicht jeder Tag läuft aber nach Plan. Am 14. Juni sollte es Richtung Amstetten-Mauer gehen, ein Ausflug, der am Ende ziemlich verunglückt ist. Wir wollten mit Family, Hund und Baby zur Landesausstellung, aber schon in St. Pölten war Auto Humboldt mal wieder k.o. Das Übliche: Ein netter ÖAMTC Mann, Kurz-Reparatur und schon stand das Auto wieder in der Werkstatt. Wir kamen grad noch heim und zum Heurigen (als Zwischenlösung), dann hieß es wieder Warten und Zahlen.
Deutlich runder ist dann der 16. Juni gelaufen: der Österreichische Tourismustag im Austria Center Wien. Ein toller Tag zum Netzwerken mit meinen ECHT.ERLEBT. (neues PROJEKT!) Kolleginnen Elena und Gudrun, sowie vielen spontanen Gesprächen in Sachen Tourismus. Was ist mir noch in Erinnerung für die Zukunft geblieben von diesem Tag? Die Keynote des Neurobiologen (oder war er doch Kabarettist, er war so gut) Dr. Bernd Hufnagl über dies und das, unser Gehirn und das Reisen – vor allem aber, dass man 20 Minuten am Tag nix machen soll, also “ins Narrenkastl schauen”.
Und DAS, liebe LeserInnen, habe ich mir sowohl gemerkt (!), als auch bislang täglich beherzigt. Klappt!

Einige Tage später dann die erlösende Nachricht: Humboldt darf wieder heimkommen. War aber auch nur von kurzer Dauer, diese Freude, denn: Die Air Condition ging wieder nicht und bald stellte sich ein neuerliches Rumpeln unter dem Lenkrad ein. Und das bei der Hitz!
Wie ich lernte, Eiswürfel zu lieben
Genau, die Hitze nämlich. Soviel Soda Zitron wie heuer hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht getrunken und ohne Eiswürfel kann ich ab sofort nicht mehr leben. Hätte ich mir auch nie gedacht – früher, als ich noch jung und unterwegs in der Welt war. Eiswürfel, pah! Das gibts doch nur in Miami Beach, dort macht es Sinn. Ja genau, aber seit es im Weinviertel so heiß ist wie in Miami Beach am Airport, macht auch Eiswürfelproduktion daheim DURCHAUS Sinn. Mein Laptop überhitzt regelmäßig, er darf dann immer zum Aufladen und Abkühlen in die Küche – während ich meinen doppelten Nachmittags-Espresso trinke, selbstverständlich auf reichlich Eis.
Gerade als es wirklich heiß wurde, gings übrigens für einen weiteren Auftrag von LANDVERGNÜGEN zur Familie Pfalz nach Hohenruppersdorf: Mitten im Weingarten unterm Nussbaum campen, mit Blick auf die Weinrieden – ein Interview, viele Fotos für LANDVERGNÜGEN.

Am 18. Juni war ich dann endlich bei einer Aufführung von “Zemlinsky” in der Josefstadt. Ehrlich gsagt, da hatte ich mir etwas mehr von Felix Mitterer erwartet. Aber Paul Matic als Gustav Mahler und Robert Joseph Bartl als alte Alma Mahler im Exil – da lohnt es sich schon, nach Wien zu fahren. Davor haben wir uns in einem tollen Kaffeehaus (reden denn jetzt alle deutsch-deutsch in Wien?) in der Piaristengasse noch abgekühlt und gestärkt und ein bissl romantisches Sommerabend-Wien-Feeling genossen. Es ist doch ganz anders so in Wien als meine Tage daheim im Weinviertel mit Arbeiten, Hund, Garten, Training…
Parallel bin ich dabei, die wichtigsten Blogartikel auf wiederunterwegs.com in Sachen GEO zu optimieren und auch langfristig mehr Werbeeinnahmen zu generieren. Ganz schöne Hacke, aber es scheint sich zu lohnen.
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Endlich habe ich auch die Genusscamping-Liste für das nächste Buchprojekt finalisiert. Ein Punkt weniger auf der langen Liste, die dieses Jahr abgearbeitet werden muss, wenn beide Bücher wie geplant bis Ende des Jahres fertig werden sollen. Dazwischen, an den vielen Hitzetagen, ging es immer wieder an den Teich in Gerasdorf zum Abkühlen. Kapitelweise ging auch was beim Buch “Niederlande mit dem Hund” weiter – mein Office pendelte zwischen Büro oben, Küche unten und manchmal sogar draußen – bis es wirklich unterträglich hot wurde dort.
Aus dem Tagesausflug wird eine Nacht: der Ötscherbär und der Erlaufsee
Die Sache mit dem schnuckeligen Ötscherbär der NÖ-Bahnen, das sollte eigentlich nur ein Tagesausflug werden. Daraus ist dann spontan eine anschließende Nacht am Erlaufsee geworden und das war soooo guttt! Mit dem Ötscherbär nach Mariazell, dann ein Sprung in den Erlaufsee und übernachtet haben wir mit Cicero direkt am Campingplatz Erlaufsee. Genau die Art von spontaner Planänderung, die mir am meisten Spaß macht – ein türkisgrüner See in der MIttagspause, zum Sunset und zum Morgenkaffee. So muss Camping.



Premiere auf der Rosenburg und ein Familienfest bei 40 Grad
Am 25. Juni dann die Premiere von SUGAR auf der Rosenburg, gemeinsam mit meiner Mama. Ein wirklich schöner Abend, auch wenn die Temperaturen bis in die Nacht hinein hot geblieben sind – passend zum Stück. Nach dem Schlussapplaus ging es noch in die Premierenfeier im Innenhof. Meine Mum wurde im Jni übrigens 78 und bekochte uns fürstlich in ihrem Garten – ebenfalls bei fast 40 Grad, übersetzt: Wir konnten mittags nicht soviel essen, wie wir es gewohnt sind :-)

Unter der Woche ein spontaner Spritzer am Teich mit meinem Bruder und seiner Familie, bevor der Monat mit dem alljährlichen Familienfestl in Bad Erlach langsam zu Ende gegangen ist: Als echten Abschluss dann noch die Sponsion meiner Nichte Marie, Bachelor und MSc-Abschluss, gefeiert mit der ganzen Familie an der Alten Donau. Auch das bei 40 Grad, muss man auch erst mal aushalten in Festtagsgarderobe. Danach ging’s gleich wieder an den Badeteich, da bin ich ja neugierig, ob der heuer durchhält…. Von wegen Kippen.
Was der Juli bringt?

Coffee hält sich tapfer bei der Hitze, obwohl seine Ruhephasen immer länger werden und die Gassirunden nur noch ganz kurz sind. Dazwischen ist er gut drauf, frisst brav und spielt gerne – trotz seines gesegneten Alters ist er eigentlich ganz fröhlich. Bei der Chiropraktikerin waren wir auch mit ihm – da wurde einiges zurechtgerückt am Hundekörper.
Hoffentlich klappts bald mit einem Termin mit unserem frisch gebackenen Arzt in der Familie – das wäre für Coffee auch ein Highlight – er liebt Chris.
Für Oberösterreich Tourismus gehts nach Schärding auf Campingtour und Premieren in Reichenau, St. Margarethen, Langenlois und Mörbisch stehen an – hurra. Dazwischen: Optimierungen in Sachen GEO am Reiseblog, Bücher schreiben, Badeteich, ein bissl was Feines kochen und unseren schönen Garten genießen.
Einen Teil des nächsten Reiseführers werde ich schon an die Lektorin senden, inklusive Fotos. Das nächste ECHT.ERLEBT. Meeting wird sicher ein Gamechanger, weil wir jetzt noch Kapazunder Anita Arneitz dabei haben – dann starten wir durch. Und auch wenn wir nicht durchstarten sollten, ich bin immer noch auf der Suche nach einem Teilzeitjob im Angestelltenverhältnis. Tourismus, Kultur, Redaktion, Natur, Wissensvermittlung, Content Management – das wärs. Weiß wer was?
Sommerfrische und Sommertheater – hurra: Camper Cicero darf wieder in Sachen Sommertheater mit mir unterwegs sein. Und Humboldt? Er ist schon wieder in der Werkstatt.
Zusammenfassend lässt sich über den wiederunterwegs.com Juni 2026 sagen:
- Best Moment: ein Frühstückskaffee zu zweit direkt am Erlaufsee und dahinter wartet Cicero
- 2. Best Moment: Im offenen Cabrio-Zug zum Ötscher mit der Mariazellerbahn
- Erkenntnis of the month: Irgendwann hat man genug vom Soda Zitron
- Nervigste Momente: “Ihr Guthaben ist aufgebraucht”
- Außerordentliche Vorkommnisse: Magen-Darm Verstimmung, ich kann jetzt nie mehr Spargel-Cordon essen, fürchte ich
- Geschwommen in: Wörthersee, Badeteich, Erlaufsee
- Gelesene Bücher:
- Alles aus Liebe, Glück und Leid in Wien um 1900, Dietmar Grieser
- Von der Rolle, Aglaia Syszkowitz
- Arthur Schnitzler, Anatom des Fin de Siècle (zum x. Male)
- Sisi & Co, Katrin Unterreiner
- Marc Elsberg begonnen
- Freunde sind wir ja eigentlich nicht, David Österle
- viel quergelesen und das Meiste wieder vergessen…
- Alle Monatsberichte nachlesen
