Tropical Camping: Zu zweit im Northern Territory

Seit dem Flughafen in Sydney und meinem letzten Posting sind 4 Tage vergangen: 4 Tage, 1 Campervan, 2 Mal Supermarkt Großeinkäufe, 2 Nationalparks, neue Tiersichtungen und tropisches Wetter. It´s an adventure.Darwin: Kann eine nette Straße mit vielen Pubs bieten (da sitzen schon um 3 Uhr Nachmittag alle beim nicht ersten Bier) und eine neue Waterfront inklusive Swimming Lagoon („Its safe there, Sir“). Dies und unsere upgegradete Suite im Novotel haben wir nach der Ankunft genossen. Und abends ein Deckchair Cinema in tropischer Umgebung am Meer, das jetzt bereits eins der Highlights unseres Urlaubs ist. Inmitten von Palmen, beim Sonnenuntergang mit Liegestühlen, Gelsenschutzmittel, Coopers Ale und Pölstern sahen wir, während über unseren Köpfen Glühwürmchen tanzten und riesige Fledermäuse flogen: „Before Midnight“ (Teil 3 der Trilogie, dessen 1. teil in Wien spielte: „Before sunrise“:)

Unsere Camperübernahme bei irre heißen und sonnigen fast 40 Grad in Darwin war supereasy, auch dank unserer Freundin vorort Yvonne, die uns als VIP Kunden (Danke, Britz und Social Media im allgemeinen) sehr entgegengekommen ist. Andreas ließ es sich nicht nehmen, sofort selbst ans Steuer zu gehen und so waren wir sehr schnell beim angepriesenen sonntäglich geöffneten Woolworth irgendwo am Stuart Highway. Die wichtigsten Dinge (Wasser, Fleisch, Bier, Salat, Schokolade, Chips) waren schnell angeschafft und den Abend verbrachten wir bereits am ersten Campingsite im Litchfield National Park. Hier ein paar Fotos zum Starten.

Der war jetzt nicht der schönste und sauberste, dafür mehr als urig und wir hatten einen super schattigen Platz. Bei den nächtlichen Kontrollgängen meinerseits: Kängu-Sichtungen! Das eine hoppelte parallel zu mir, bis es zu Tode vor mir erschrak und im Busch verschwand, das zweite wartete vor der Toilette auf mich. Nett von ihm.

Das Camping zu zweit unterscheidet sich grundsätzlich in einigen nicht unwichtigen Dingen vom Solo Camping, zumindest bei dieser Australia Experience. Hier eine Listung, nicht nach Wichtigkeit 🙂 Kann noch ergänzt werden.

  • Die Verpflegung hat deutlich gewonnen. An Regelmäßigkeit und auch an Abwechslung und Perfektion sowie der Nutzung der überall zur Verfügung stehenden Outdoor Barbecues, die ja nur auf motivierte Männer warten. Yummie. Gleich am ersten Abend haben wir einen angeworfen: Ich sage nur, Olivenöl aus der Sprühdose. Amazing.
  • Nicht nur aufgrund des Wetters ist im Kühlschrank nun genausoviel Wasser wie Bier gebunkert.
  • Es gibt jetzt Frühstück.
  • Es ist heißer im Campervan. Liegt zugegebener Maßen auch an den mindestens 36 Grad, die es hier täglich hat 🙂
  • Ankauf von Insektenabwehr-Großfamilienpackungen.
  • Lange Highwaystrecken werden gemeinsam singend überwunden.
    • Favorites im Litchfield Nationalpark: Austro-Pop (es führt Marianne Mendt mit der genialen „Glockn“)
    • Favorites im Kakadu Nationalpark: Max Raabe (es führt „Die Männer sind schon die Liebe wert“)
  • Unser Gepäck ist vorbildlich im Campervan verstaut und verzurrt.
  • Wir haben jetzt einen Wasserspender mit 10 Liter Fassungsvermögen installiert.
  • Wir schlafen, wenn überhaupt bedeckt, mit Seidenschlafsack: Ich muss nachts keine Mütze mehr tragen.

Trotz der fordernden Wetterverhältnisse (Stichwort „Waschkuchlklima“ oder auch „wie Im Dampfbad, nur heißer“) hat Andreas die ersten drei Nächte und Tage im Campervan her.vor.ragend. gemeistert. Und wird täglich besser. (Stichwort „Hängematte“).  Mittlerweile schlafen wir mit offenen Fenstern, offener Schiebetür und offener Heckklappe – trotz des „foaming wildlifes“, das hier nächtens herumzieht. Anders ginge es nicht – und die Mosquitos kriegen wir auch noch klein. Und die Fliegen. Andreas arbeitet daran.

PS: Die Blue Mountains, in die wir am letzten Tag in Sydney nach Ausbruch der immensen Buschfeuer noch besuchen durften, wurden mittlerweilen für alle Touris gesperrt. Höchster Alarm.

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