Über die Pinnacles nach Geraldton: Immer scheppert irgendwas.

Ich sags ganz ehrlich: Die erste Nacht im Camper war nicht so wonnig. Thunderstorms, Sturmattacken und Schüttregen: Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Oder wer von Euch will  gerne im gebeutelten Camper in Westaustralien alleine die Nacht rumbiegen? Und die erste Nacht war echt lang. Das könnt Ihr mir glauben.

An Schlafen war nicht zu denken. Umso überraschender, dass zwar am Morgen noch der Sturm da war, aber die Fahrt in meinen ersten Nationalpark: Pinnacles Desert, dann doch sonnig war. Hurra! Wie ein junger Gott brettere ich in meinen riesigen Campervan über die Sandpiste. #noproblem.

 

Auf Sandpiste durch die Pinnacles gecruised, fotografiert und nicht stecken geblieben! Danach das Übliche: visitor center, lookouts, walking trails und da unvermeidlich Souvenir Store. Und als Sonntagskind und Glückspilz: Gleich beim ersten Fotostop (ich war quasi allein im gesamten PARK, unglaublich) die ersten Känguruhs vor die Linse bekommen!

zu den Fotos…

Die Weiterfahrt in den Norden über die im Reiseführer gepriesenen Orte Junien bay, etc war dann eher unspektakulär: Denn bei diesen Hackwindboen tat sich an den super Stränden kaum was und von Cafés oder Restaurants am Strand kann hier nicht die Rede sein. Ich bin ja nicht so ein Wind-Fan. Im Gegenteil, starker Sturm macht mir ein wenig Angst.

Deswegen gings auf dem Indian Ocean Drive (der mondäner klingt, als er ist) weiter Richtung Norden. Unterwegs gabs ein paar liegende Bäume (ja, die hat auch der starke Wind zu Fall gebracht!), viel blühendes Buschwerk neben der Straße, rote Erde, Lavendelfelder und später dann Weideland mit Ziegen, Kühen und Schafen.

Heute erstmals zu den mitgebrachten CDs gegriffen. Fazit:

  • Fetenhits der 80er: passt gar nicht zu Australien.
  • Soundtrack Ally McBeal: Zu weinerlich. Außer Barry White.
  • U2: passt vorzüglich zur Gegend.

Alle CDs zweimal angehört (außer die Fete) und dann war ich schon in Geraldton, der letzten größeren Stadt, die ich in Westaustralien erleben werde. Und hier war es endlich zu weit: Mein GPS war endlich zu was Nutze und hat mich schnurstracks zu Woolworths (mit Tank-Gutschrift) gebracht. Viel hab ich nicht gebunkert, aber die Kangoo Steaks, Salat, viel Wasser und ein paar köstliche Kleinigkeiten sind jetzt doch im Camper.

Apropos Kleinigkeinen im Camper: Oberste Prämisse beim Campen ist, na, wer weiß es noch?
IMMER ALLES VERZURREN UND VERSTAUEN!!!!!

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Ich musste heute nicht einmal, nicht zweimal und auch nicht dreimal stehen bleiben, um hinten alles wieder zurechtzurücken und Äpfel, Prospekte, Flaschen, USB Sticks, Gläser etc etc. aus dem Wohnraum klauben.

Und trotzdem: IMMER SCHEPPERT WAS. Und ich fahr doch echt butterweich um die Ecke mit dem RiesenDing. Es hat übrigens noch keinen Namen.

Mein heutiger Campingplatz in Geraldton nennt sich „sunsetbeach“, heute bekomme ich keine #solo #traveller reduction, aber eine Britz-Reduction. Sunset. Düne. Überall Sand. Sturm. Regen. Abend im Bus. Gute Nacht.

Tiersichtungen:

  • Kängoos, lebend: 2
  • Emus, lebend: 2

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