Einer geht noch: Nitmiluk National Park

In Katherine machen wir unsere letzte Station für 2 Nächte, bevor wir den tropischen Norden mit seinen täglichen 40 Grad verlassen, um ins Red Center vorzudringen – eher wüstenartig 🙂

Der Kakadu Nationalpark war sehenswert wegen des Wildlifes und der tollen Bootsfahrt mit Freund Lionel. Der Litchfield Park hatte soviele Badestellen, dass wir nur von Pool zu Wasserfall und retour gefahren sind. Nun aber geht’s in den Nitmiluk National Park: „NIT“ steht für „nit nit nit“ (eh klar, oder), denn nach der Legende hörten die Aboriginals hier bei ihrer Ankunft nichts anderes als ein permanentes „nit nit nit“ in der Luft: Die Zikaden – ohne Pause am Lärmen – auch heute noch. Auf dem Hinweg machen wir gleich mal Station bei den Edith Falls – man muss die Tropen und die Springs schließlich ausnutzen, solange sie da sind. Wie immer gibt’s bei den Schwimm“pools“ hier die Infotafeln bezüglich „being croc-wise“: Das heißt, dass man in der momentanen Dry Season relativ sicher vor den Freshies baden kann, und die Zone eine „Croco Managment Zone“ ist, also quasi gemonitored. Trotzdem heißts Augen offenhalten, die Warane suchen schließlich auch Abkühlung ….

Katherine. Wir tanken, machen nen Testbesuch beim McDonalds, der für uns für „Hier gibt’s sogar was“ steht und tuckern dann gemütlich in den Nationalpark. Den luxuriösen Woolworth Supermarket lassen wir generös links liegen, denn wir haben Lebensmittel und Wasser bereits in Jaibiru im Kakadu gebunkert. Nur beim „Thirsty camel“ bottle stop müssen wir beidrehen: Wieder ein drive hin – wer weiß was er will, darf in die Express Lane – die anderen in die „browse Lane“, da darf man dann noch gustieren vom Autofenster aus.

Wir verpassen die letzte Bootsfahrt im Nitmiluk und entscheiden deshalb, hier eine Nacht dranzuhängen, bevor es in die Wüste geht. Schließlich kann man hier im Fluss, in den Springs und im Pool baden – Gründe genug für eine Verlängerungsnacht, denn es ist wirklich schweineheiß untertags. Untertags bevölkern uns aufdringliche Fliegen –und keiner weiß was die eigentlich wirklich wollen, wenn sie permanent auf und in Nase, Mund und Augen fliegen. Abends ziehen Wallabies ihre Kreise um die Camper und suchen Essbares. Und morgens gibt’s unsere ganz private Greifvogelshow auf unserem Campingplatz: Erst lauern sie über unseren Köpfen um dann gezielte Angriffe auf Bananen, Nüsse und alles Bunte am Tisch zu fliegen. Und sie zielen gut und haben keinerlei Berührungsängste.

Die Bootsfahrt zu den ersten beiden Schluchten ist geruhsam, aber szenisch sehr eindrucksvoll. Wir steigen aus, um nach einem kleinen Spaziergang ein anderes Boot zu nehmen, sehen wie der Wasserspiegel in einigen Wochen bereits um 5 Meter angeschwollen sein wird (alle warten auf die Wet season, dann kommen auch die krokos wieder reingeschwappt) und sehen viele lässig abhängende Fledermäuse in einem Felsspalt. Danach ist noch Zeit für einen Swim in einer der vielen traumhaften Gumpen mit View. Nachmittags nochmal ein Abstecher nach Katherine: Hätten wir doch fast die Hot Springs dort vergessen 🙂

Heute morgen machen wir uns schon früh auf den Weg: Wir wollen nach Tennant Creek, fast 700 Kilometer von hier gelegen, mitten im Outback und unsere Übernachtungsstation auf dem Weg nach Alice Springs. Um 8 sind wir fertig, retten die Straßenkarten des Nachbarns noch vor einem hungrigen Wallaby und nach einem erfrischend letzten tropischen Bad in den Springs bei Mataranka sind wir nun on the road again. Hier nochmal ein paar supertropische Fotos.

Sichtungen, lebend:

Blaue Kookaburras,

Gelbmasken-Vögel

Wallabies mit Joeys in rauen Mengen

Greifvogelattacken

Papageien

weiße und schwarze Cockatoos

TOT: Kühe und Känguruhs, highway life eben. 🙁

 

 

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