Hitze, Hacke, viel zu wenig Camping und viel zu kurze Tage für all das, was ich so reinzupacken pflege. Wielange halt ich das Tempo und diese vollgepackten (Arbeits)-Tage noch durch, noch dazu bei diesen Hitze-Superlativen? Nicht mehr lange, denn auch die Stimmung blieb im August allerorten auf der Strecke.

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41,0 Grad, gemessen in meiner alten Heimat
Der August 2026 ist als Wetterrekord in die Geschichte eingegangen, und die Messstation, die ihn geschrieben hat, liegt 20 Minuten Autofahrt von uns entfernt: Meine alte Heimat Stammersdorf. Am 3. August 40,1 Grad, am 4. August dann 41,0 Grad – der bisherige Österreich-Allzeitrekord aus Bad Deutsch-Altenburg (40,5 Grad, 2013) war damit Geschichte, bis ihn tags darauf ausgerechnet Bad Deutsch-Altenburg selbst mit 41,2 Grad wieder zurückeroberte. Ein Hitzeduell – wie blöd ist das denn. Ein alter Freund wohnt direkt an der Stammersdorfer Mess-Stelle und berichtete von spooky Journalisten-Aufmärschen, Pseudo-Interviews in den ausgestorbenen Straßen Stammersdorfs und ähnlichen dystopischen Zuständen.

Die Hitzewelle hat den ganzen Monat geprägt – Stimmungen, Launen, unerträgliche Schwankungen der Tagesbefindlichkeiten in meiner WG – dazu Tage, an denen nicht mal ich im Garten war und Hund Coffee schon an der nächsten Ecke wieder umdrehte und sich im Vorzimmer oder hinter der Couch verkroch.

Ich verstehs ja. Nie hätte ich mir gedacht, dass ich als Sonnenkind und Hitzeliebhaberin jemals genervt die Sonne meiden und den Regen herbeisehnen würde.
Und dazu der August, der zwischen Parov Stelar Konzert in Gmunden, kurzen Camping-Trips, der unvermeidlichen täglichen Arbeit, neuen Projekten von Buch bis #ECHT.ERLEBT., Pressereisen und einer Sonnen- plus Mondfinsternis so ziemlich alles hatte, nur keine Verschnaufpause. Fast keine.
Nur kurze Oasen von “jetzt nicht an die Arbeit denken” und “jetzt nicht ausrasten” sowie “eine Stunde nur an meine grad so nette Gesellschaft und den Umtrunk denken” etwa bei den lieben Nachbarn oben und ganz oben – kleiner Luxus zwischendurch.
Zeit genommen hab ich mir auch für einen Sonntags-Ausflug mit Coffee (“quality time mit Bellen”) an die Donau zum Treppelweg-Baden mit anschließender Einkehr im Donauimbiss zu einem Steckerlfisch. Aber danach waren wir zur heißesten Zeit am frühen Nachmittag wieder daheim im kühlen Wohnzimmer. Uff. Gefreut haben wir uns auch über Babybesuch in Kronberg.

Gmunden, Parov Stelar und Erfrischungen
Der Monat startete mit 1 Nacht Camping (besserer Start geht kaum), wenigstens das: Camper Cicero gepackt, ab nach Gmunden, zu den Salzkammergut Festwochen. Parov Stelar live im Toscanapark, ausverkauft und zu Recht – Electroswing ohne den angekündigten Gewittersturm, dennoch waren Luft und Laune an diesem stimmungsvollen Abend mit Blick auf den Traunsee teils zum Schneiden. Dafür war ein halber Badetag am Traunsee drinnen, was für ein LUXUS für uns arme Klimaflüchtlinge aus dem Weinviertel. Zur Feier des Tages (Coffee war daheim) schaute für mich auch ein Küsschen mit Traunstein-Kulisse und ein wunderschöner Apéro an der Bar in Gmunden raus. Übernachtet haben wir am Stellplatz in Gmunden.


Kaum zurück, ging’s auch schon weiter im Programm, Hitze hin oder her: das Saul´sche Sommerfest mit der Familie in Wolkersdorf – am Pool und unterm Baum, superlauschig. Andreas war ungeachtet der Hitze beim Badminton, ich so gut es ging beim Krafttraining – jeder so, wie er den August eben mag, auch bei über 38 Grad im Schatten. Dazu noch Fahrten zum Badeteich in Gerasdorf, jede Autofahrt eine Tortur aber ohne Wasser schaff ich die Hitze gar nicht. Chlor-Schwimmbad in Wolkersdorf fällt für mich aus, dann schon lieber zum Schotterteich mit Ziesel-Gesellschaft, wenn auch längere Anfahrt.
Öle, Einwecken und Brot backen plus Regentanz und Caravan Wels
Von 5. bis 7. August war ich beruflich in der Oststeiermark unterwegs, bei der Ölmühle Fandler – eine ersehnte Abwechslung mit lieben und klugen Frauen – Elena Paschinger, Anita Arneitz und Janett Schindler und der unvergleichlich nimmermüden Ulli Retter im Hotel – da kann ich mir bei jeder einzelnen was abschauen, wenn ich denn die Zeit dazu hätte. Bio Fandler-Öle hab ich reichlich mitgenommen, nachdem ich jetzt genau weiß, wie die Öle bei Hofer, Billa und Co so erzeugt werden. Würg, pardon.

Brot backen und Einwecken stand auch am Plan – hätt ich doch mehr Zeit (hab ich das schon erwähnt) für abwechslungsreiche Aktivitäten wie diese. Der Bio Schwimmpool beim RETTER war mein persönliches Highlight – abends nach der Arbeit. Was für ein Genuss! Übrigens hats dort – für mich nach etwa 8 Wochen erstmals – geregnet und es war mir nicht zu blöd, dort einen kleinen Regentanz einzulegen. WASSER!


Aus dem Schärding-Auftrag vom Juli sind im August gleich drei fertige Artikel online gegangen: City-Camping in Schärding und die schönsten Ausflüge in der Donauregion Oberösterreich, dazu der Bericht über die Barockstadt selbst.
Auch für den ÖCC darf ich darüber berichten in der Camping-Revue, Synergieeffekte wohin man schaut – das ist professionelles Reisebloggen und Content Creation. Stolz!
Verkauft hab ich meine Reisen und mein Wissen auch an den heurigen Caravan Salon Wels mit gleich drei Reisevorträgen: Von Camping mit Hund (und vielen Reisetipps) über unsere Campingtour auf der Grand Tour of Switzerland und im Berner Oberland sowie über Camping im unbekannten Tschechien. Letzteres ist sogar mir noch unbekannt – die Recherche erfolgt im September – mit Cicero, ich freu mich voll drauf.
Na, der Blog ist nicht tot
Nebenbei ist auch der Reiseblog selbst kräftig weiter optimiert worden – eine ganze Reihe an Altartikeln nach meiner 13-Punkte-Checkliste durchgearbeitet, dazu Businessseiten neu aufgesetzt und die Datenschutzerklärung komplett neu gebaut. Viel Optimierungs- und Fleißarbeit im Hintergrund, während vorne die Reiseartikel entstehen. Das alles natürlich in einem Höllentempo und meist parallel zu anderen Tasks am PC. Danke, Claude.
Ende August ging dann leider gar nix mehr am Blog: Der HORROR jeder Bloggerin, abgesehen von einem Hackerangriff. Also nach 17 Jahren den Webspace aufgestockt und in zusätzliche Performance investiert, alles – alles muss man selbst machen. Danke an den IT Support zweier Männer, die immer kurzfristig bei solchen Szenarien helfen können: Bruce von seocoach.at und dieses Mal auch Stefan Dittrich von dittrich.agency.
Update meiner BÜCHER: Der neue Reiseführer NIEDERLANDE mit HUND ist fertig geschrieben (224 Seiten!), lektoriert, korrigiert und kommt jetzt ins Layout – HALLELUJA, ich freu mich. Leider verkauft sich das ITALIEN mit Hund Buch offenbar gar nicht gut, liegt aber nicht an uns Autorinnen – das ist Sache des Verlags und wenns nicht in den Buchhandlungen aufliegt – was soll ich machen.

Next: GENUSSCAMPING in Österreich ist noch in der Recherche – dauert leider länger als geplant, aber im November wird´s in einem Guss durchgeschrieben. Bis dahin bin ich total durchgetaktet.
Sonnenfinsternis, Mondfinsternis, Broadway und Höllental
Am 12. August gab’s dann noch ein kosmisches Innehalten: die partielle Sonnenfinsternis, live vom Weinvarten hintaus aus verfolgt. Ein paar Minuten, in denen der ganze Terminstress und selbst die Hitze kurz stillgestanden sind – so hat sich das jedenfalls angefühlt. War aber schnell vorbei, wie man weiß.
Am Feiertag war Familienzeit mit Kultur angesagt: Broadway in Baden, das große Sommernachtskonzert der Bühne Baden mit Maya Hakvoort, Ana Milva-Gomes, Drew Sarich und Moritz Mausser. Wenn mehrere Generationen unserer Familie gemeinsam nach Baden pilgern, dann ist Musical-Time. Ich hab daheim “frei bekommen” (so würden es Männer formulieren) und bin mit Zug und Badner Bahn schon mal morgens nach Baden gepilgert, hab mir dort ein Radl online geschnappt und war im Badener Strandbad und bei der La Gacilly Fotoausstellung, danach im Café Central und dann im Musical.
Herrlich und herrlich heiß und: So ein volles Freibad hab ich mein Lebtag noch nie gesehen. Ich habe einen schattigen Liegeplatz an der Herrenklo-Wand ergattert und war noch froh darum. Wie weit ist es gekommen. Jedoch: Der Musicalabend und Baden selbst: TOP.





Noch ein Kulturhighlight: Mit Sis und Schwager nach Mörbisch zur Dernière von Drew Sarich als Zaza in “La Cage aux Folles”: Trotz der Unwetter hatten wir Glück und die Vorstellung konnte verspätet um 20:39 starten – so ein schöner Kulturabschluss des Sommer 2026.

Zum Monatsende hin ging’s dann noch zu je einem Tagesausflug raus in die Natur, auf der Suche nach etwas Kühlung: Einmal an den Kamp zum Schwimmen mit dem Herrn Biber (ein Traumtagerl, so entspannend und kühlend mit einem wunderbaren Picknick von mir wunderbar vorbereitet).

Und einmal zum Ausflug von Payerbach ins Höllental mit Frühstück beim Alber, kleiner Wanderung auf dem neuen Flusswanderweg von Kaiserbrunn zum Weichtalhaus, Einkehr ebendort auf Sardellenbrot und Most sowie abends noch nach Nasswald Richtung Gewitter zur Raxkönigin auf ein gscheites Thai-Food. Ein Tag, wie er mir gefällt – aber auch er muss geplant und ausgehandelt sein. Fluss, Schatten und ein paar Grad weniger als im Weinviertel, plus nachmittäglicher Regen – ein Traumausflug für mich. Das Flussbad in der Schwarza bei 14 Grad war inklusive, versteht sich. Nur Cicero hat gefehlt.


Die Mondfinsternis hab ich auch gesehen: Morgens um fünfe am Campingplatz Müller am Weissensee – durch den Fernstecher.
Familie ist immer
Viel zu wenig Zeit hatte ich fürs Treffen meiner liebsten Friends und Familie – trotz deren Geburtstage. Zum Monatsende ging sich aber dann superspontan doch noch ein Heurigentreff beim Reinbacher mit Gerhard und Tom aus, quasi einen Steinwurf von der Rekordmessstation in Stammersdorf entfernt.



Und ein paar Tage waren fix für den wichtigsten Familienbesuch des Monats reserviert: Willkommen, Julijan!
Mit Sack und Pack und Cicero ging es für 2 Tage an den Weissensee und danach an die slowenische Grenze zum Willkommensfest für Enkerl Julijan – mit allem Drum und Dran von Umtrunk und Zeremonie unterm Nussbaum, fein essen und schwimmen am Turnersee, viel Zeit für Laufrad bis Kaffeetrinken und Jauntaler Salami.
Und ein Kurzbesuch in Bad Erlach war im August noch drin (mit Pool), weil ich Mum zum Orthopäden ihres Vertrauens gebracht hab. Und dann rief plötzlich Nichte Nummer Eins mal an und bestellte uns ins Kaffeehaus nach Wolkersdorf! Warum? Weil geheiratet wird, jawohl. Dabei war sie doch grad noch ein Baby und ich hab ihr ein Windel-Welcome-Paket gebracht, Zeiten sind das :-)
Und gekocht hab ich und eingekocht hab ich und einen neuen Gartenbrunnen hab ich mir geleistet und aufgebaut. Jetzt plätschert es wieder ordentlich im Garten und zum Einschlafen…
Alles wird gut?
Was der September bringt?
Theater. Premieren. Burg, Josefstadt, Kammerspiele und Volksoper – HURRA, endlich wieder nach Wien fahren mit Theater, Kino und Museen – hab ich fix ALLES vor (Ja, genau, bzw “safe”).
Zudem Pressekonferenzen, meine lang ersehnte Camping Recherchereise nach Tschechien, die Recherche nach LEIPZIG (hurra), Blutspenden, Hunde-Sitting von Cousine Nelly, die letzte Staffel von Babylon Berlin, und wenn ich mir was wünschen darf: Camping und Schwimmen, solange und so oft es geht – vielleicht mit der einen oder anderen Radtour verbunden.
Nebenbei arbeite ich bereits an den Reisevorträgen für Oktober. Einige Kinofilme will ich unbedingt sehen: Stichwort Sandra Hüller.
Weiters: ECHT ERLEBT ist am Start. More 2 come.
Zusammenfassend lässt sich über den wiederunterwegs.com August 2026 sagen:
- Best Moment: Biber Begegnung beim Schwimmen im Kamp
- Erkenntnis of the month: Es liegt nicht an mir.
- Nervigste Sätze und Wörter: “tatsächlich”
- Gebadet im: Schwarza, Kamp, Traunsee, Turnersee, Donau, Weissensee, Pool Bad Erlach, Pool Wolkersdorf, Badeteich Gerasdorf, Strandbad Baden bei Wien
- Außerordentliche Vorkommnisse: Ich bin müder denn je.
- Gelesene Bücher:
- Lügen über meine Mutter, Daniela Dröscher (Jetzt dann im KINO!)
- Nur Puppen haben keine Tränen, Autobiografie Peter Kreuder
- Briefe Alma Mahler – Arnold Schönberg
- “Liebste Freundin und Alma”, Briefe Alma Mahler – Friedrich Torberg
- Bevor ich jetzt gehe, Paul Kalanithi (abgebrochen, zu traurig)
- Besser fix als fertig, Bernd Hufnagl
- “Ein Glück ohne Ruh”; Briefe Gustav Mahler
- Viktor, Judith Fanto (EMPFEHLUNG!)
- bissl was nachgelesen in “Die Villen vom Traunsee” wegen der Wittgenstein Villa im Toscana Park :-)
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