Manchmal stolpere ich auf Reisen über etwas, das ich gar nicht erwartet habe und von dem ich gar nicht wusste, dass es es gibt. Die Baumpatenschaft von Maria Linortner im Pilznerwald am Wolfgangsee etwa ist so ein Fund.

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Baumpatenschaft am Wolfgangsee – einen Baum pflanzen im Pilznerwald
Maria Linortner, Land- und Forstwirtin & Waldpädagogin, betreibt am Pilznerhof in Strobl eine Initiative, bei der man für ab 75 Euro Baumpate oder Baumpatin werden kann – mit Urkunde, auf Wunsch mit Namensschild, und der Möglichkeit, dem Bäumchen beim Wachsen zuzusehen. Kein Abo, keine Verpflichtung, kein Marketing-Blabla. Einfach ein Baum, der wächst. Und der ein bisschen zu einem gehört – auch wenn er woanders steht. In diesem Falle in Marias Wald über dem Wolfgangsee.
Ein Baum, der in einem Familienwald im Salzkammergut wächst — mit deinem Namen dran, wenn du willst. Oder mit dem Namen deines Hundes. Genau das hat mich bei meinem Besuch im Pilznerwald in Strobl am meisten begeistert. Und natürlich dass man am Pilznerhof auch so schön wohnen kann.

Und warum sollte man so ein Bäumchen wollen? Da gibt es viele Gründe, erzählt mir Maria Linortner bei unserem Besuch, denn über 150 Patenbäumchen gibt es schon – und jedes einzelne aus einem oder mehreren guten Gründen. Ob Runder Geburtstag, die große Liebe zum Wolfgangsee, eine Erinnerung an eine Hochzeit, eine Verlobung oder an seinen Vierbeiner – es gibt nichts, was es nicht gibt und somit tausenderlei gute Gründe für einen eigenen Baum im Salzkammergut. Besonders schön, wenn sich Stammgäste vom Wolfgangsee nach 50 Jahren Sommerfrische hier ein eigenes Bäumchen mit Seeblick pflanzen oder ganze Schulklassen gemeinsam zum Pflanzen vorbeikommen. Oder wenn fürs neue Enkerl ein Baum bestellt wird.

Mein Besuch im Pilznerwald
Maria und Ihre Familie wohnen am Pilznerhof, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückgeht. Die Initiative hat sie ins Leben gerufen, weil sie etwas (mehr) tun wollte – für sich, ihre Familie, die Natur, die Umwelt. Neben der klassischen Forstwirtschaft durfte nun dieses Herzensprojekt entstehen. Etwas für den Wald schaffen, Menschen in den Wald bringen, das Wachsen des Waldes begleiten und gleichzeitig Bewusstseinsbildung schaffen
Das Projekt ist nicht gewinnorientiert. Die gesamten Einnahmen fließen in Bäume, Pflege, Schutz und andere Maßnahmen nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Das merkt man im Gespräch mit ihr: Da redet eine, die ihren Wald liebt und die (fast) jeden Baum in ihrem Wald irgendwie kennt.
Wir starten im „barrierearmen“ Teil des Waldes. Dorthin kann man in Marias Begleitung auch mit dem Auto fahren. Weiters kann man den Patenwald auch über den Wanderweg (Aberseeweg Nr. 15) erreichen. Wer mit dem Rad anreisen möchte, parkt sein Rad beim Landauer (Haltezone Ticketautomat Niedergadenstraße).
Der eigene Baum, der ist entweder schon da oder wird erst für den neuen Paten oder die neue Patin gepflanzt. Man darf auch selbst ran, wenn man das möchte. Die Baumart kann man in jedem Falle selbst wählen.
Trockenheit, Schädlinge, Stürme — unsere Wälder stehen unter Druck, das ist keine Neuigkeit mehr. Was Maria konkret vor Ort zeigt, macht das verständlich: Lücken im Bestand, wo früher Bäume standen. Stellen, an denen nachgepflanzt werden muss, damit in zwanzig Jahren überhaupt noch Wald da ist. Eine Baumpatenschaft ist keine Symbolik. Sie ist ein kleiner, konkreter Beitrag — ein Bäumchen, das wächst, Sauerstoff produziert, CO₂ bindet und Lebensraum für Tiere schafft.


So funktioniert die Baumpatenschaft
Im ersten Schritt wählt man sich also die Baumart und den Standort. Maria berät dabei — nicht jede Baumart passt an jeden Standort, und sie kennt ihren Wald gut genug um zu wissen, wo welcher Baum Sinn macht. Der Standort wird so gewählt, dass auch die Tiere im Wald nicht gestört werden. Bei unserem Besuch marschiert geradewegs ein Reh an uns vorbei.

Nach der Pflanzung bekommt man eine Urkunde — per Mail, per Post oder zur Abholung am Pilznerhof. Wer möchte, kann auch ein Schild beim Baum aufstellen lassen, mit einer Aufschrift nach Wunsch. Das kann der eigene Name sein, der Name eines geliebten Menschen — oder der Name des Hundes. Wer lieber anonym bleiben will, ist auch das möglich, etwa mit einer Widmung ohne Namen. Auf Wunsch schickt Maria ein- bis zweimal pro Jahr Fotos per WhatsApp, damit man dem Baum beim Wachsen zusehen kann — auch wenn man weiter weg wohnt.
Die Kosten beginnen bei 75 Euro einmalig. Kein Jahresbeitrag, keine Folgekosten. Wer selbst gemeinsam mit Maria pflanzen möchte, kann das tun, solche Neupflanzungen finden im Frühjahr und Herbst statt. Es gibt aber auch bereits gepflanzte Bäumchen, die jederzeit verfügbar sind. Eine Baumpatenschaft kann sogar als Gutschein verschenkt werden.
Zu Gast im Baumpatenwald am Wolfgangsee
Welche Baumarten kann ich wählen?
Im Pilznerwald stehen acht Arten zur Wahl — heimische und standortgerechte Bäume, die zum Waldgefüge passen. Die Weißtanne ist ein immergrüner Nadelbaum, dessen Zapfen direkt am Baum zerfallen, am Waldboden findet man sie nie. Der Bergahorn verbreitet seine Flügelfrüchte, die berühmten Hubschrauber, durch den Wind weit über den Wald. Die Stieleiche wächst langsam, dafür sehr lang mit breiter Krone und oft knorrigem Stamm. Die Roteiche stammt ursprünglich aus Nordamerika und zeigt im Herbst ein spektakuläres Rot-Orange. Die Bergulme ist selten und schützenswert, wächst an Schluchten und schattigen Hängen. Die Schwarznuss wächst schnell und ist forstlich eine vergleichsweise neue Erscheinung. Der Wildapfel bleibt klein, bis zehn Meter, mit herben kleinen Früchten. Die Schwarzerle schließlich liebt Flussnähe und Feuchtigkeit und übersteht sogar Hochwasser problemlos.
Wer eine andere Baumart wünscht, kann das anfragen, solange sie forstlich zugelassen und verfügbar ist. Auch hat Maria auf Wunsch “Specials” auf Lager: Etwa ein gänzlic anderer Standort, eine große Vogelkirsche, eine Linde als „Baum der Liebenden“. Einfach nachfragen, wenn man etwas Spezielles wünscht!



Einen Baum pflanzen für den Hund – mal was andres!
Ich muss zugeben: Als Maria erwähnte, dass man einen Baum auch für seinen Hund pflanzen lassen kann, hat mich das sofort erwischt. Nicht weil ich sentimental bin — sondern weil es so unglaublich logisch ist und nichts gegen eine solche nette Idee spricht – in den Augen von uns Hundemenschen.
Wir Hundemenschen verbringen einen Großteil unserer Zeit mit dem Vierbeiner draußen. Im Wald, auf Wegen, an Bächen. In vielen Gegenden Österreichs habe ich mit meinem Hund Coffee schon Zeit verbracht: Beim Wandern, Pritscheln, Schwimmen, Gassigehen – auch rund um den wunderbaren Wolfgangsee. Coffee zählt bereits fast 14 stattliche Lenze: Es ist ein schöner Gedanke für mich als Hundeliebhaberin, dass ein Baum am Wolfgangsee nur für Coffee da ist oder da sein wird – dereinst.
Pilznerhof am Wolfgangsee
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Für mich ist das auch eine der schönsten Geschenkideen für reisende und naturverliebte Hundemenschen überhaupt. Zum Geburtstag, zum Jahrestag, als Erinnerung an einen Hund, der nicht mehr da ist. Ein Baum wächst weiter. Coffee hat übrigens schon einen Favoriten: die Schwarzerle. Die steht nämlich am liebsten am Wasser. Natürlich.


Eine Baumpatenschaft als Geschenkidee
Wer Menschen beschenken will, die schon alles haben — oder die bewusst auf Dinge verzichten — liegt mit einer Baumpatenschaft richtig. Sie ist persönlich, sie ist dauerhaft, und sie landet nicht im Müll. Der Gutschein kann per Mail, per Post oder direkt am Pilznerhof abgeholt werden. Für Firmen gibt es auf Anfrage eigene Angebote — wer als Unternehmen ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit setzen will, nicht nur auf der Website, sondern buchstäblich im Wald, ist hier gut aufgehoben.
Der Baum der Liebenden, das ist die Linde! Eine der Linden im Baumpatenwald ist übrigens auf einem Flachdach in Innsbruck “aufgegangen” und hat ihr dann ihren Platz für die Ewigkeit gefunden. Schön, oder?


Praktische Infos zur Baumpatenschaft
Baumpatenschaft Wolfgangsee – Praktische Infos
FAQ – Baumpatenschaft Wolfgangsee
- Was kostet eine Baumpatenschaft am Wolfgangsee? Die Kosten beginnen bei 75 Euro einmalig — kein Jahresbeitrag, einmal bezahlt wächst der Baum weiter.
- Kann ich den Baum selbst pflanzen? Ja. Gegen Aufpreis und nach Absprache ist eine gemeinsame Pflanzung möglich, in der Regel Ende April oder Anfang Mai.
- Kann ich einen Baum für meinen Hund pflanzen lassen? Ja — und genau das macht diese Baumpatenschaft so besonders. Der Baum bekommt auf Wunsch ein Schild mit dem Namen des Hundes.
- Was passiert, wenn der Baum abstirbt? Eine Nachpflanzung ist bereits im Preis enthalten. Eine zweite Nachpflanzung ist gegen geringen Kostenersatz möglich.
- Kann ich den Baum später besuchen? Ja. Der Standort wird mitgeteilt. Wer weiter weg wohnt, bekommt auf Wunsch Fotos per WhatsApp.
- Gibt es die Baumpatenschaft auch als Gutschein? Ja, ein Gutschein kann ausgestellt werden — ideal als Geschenk für NaturliebhaberInnen.
- Bekomme ich das Holz, wenn der Baum einmal gefällt wird? Nein. Die Baumpatenschaft ist eine symbolische Patenschaft — das Holz verbleibt im Familienwald.

Mein Tipp: Urlaub am Wolfgangsee
Maria Linortner vermietet am Wolfgangsee zwei Ferienwohnungen und ab dem Herbst 2026 weitere Appartements in einem neuen Griffner Ferienhaus.
Der Pilznerhof in Strobl
Wohnen am Bauernhof mit Hund: Maria Linortner vermietet am Pilznerhof zwei Ferienwohnungen (ab Herbst 2026 weitere Appartements) – ruhig gelegen, direkt am Rad- und Spazierweg entlang des Wolfgangsees.
🌱 Werde Baumpatin am Wolfgangsee
Am Pilznerhof kann man im Pilznerwald ab 75 Euro eine Baumpatenschaft übernehmen – ein eigenes Bäumchen mit Seeblick, auf Wunsch sogar für den Hund. Eine schöne, nachhaltige Geschenkidee.
☕ Einkehr-Tipp: Das Wagerl am See
Direkt am Rad- und Spazierweg beim Pilznerhof lädt das Wagerl am See zur Pause: frischer Becherkuchen, das begehrte Tiramisu, Eis und ein Oxymel Spritz – und für den Vierbeiner gibt es frisches Wasser.

Weiters lädt ihr “Wagerl am See” ein. Alle, die am Radlweg oder Spazierweg ohnehin am Pilznerhof vorbeikommen und sich laben wollen: An frischem Becherkuchen, dem begehrten Tiramisu, Erfrischungsgetränken, Eis oder einem Oxymel Spritz. Unbedingte Empfehlung – auch der Vierbeiner wird hier mit frischem Wasser versorgt, denn man ist direkt im Naturschutzgebiet und kann – durch den natürlichen Schilfgürtel – nicht immer direkt ans Wasser an dieser Seeseite.
Meine Tipps für Hundemenschen am Wolfgangsee




Die hundefreundlichste Almhütte am Wolfgangsee
Nach unserer Besichtigung des Baumpatenwalds am Wolfgangsee waren wir noch zu Besuch bei Michaela Achleitner auf der Illighütte – erreichbar über die Mautstraße nahe der Sommerrodelbahn Strobl. Alle Hunde sind bei ihr herzlich willkommen, reichlich gefüllte Wassernäpfe stehen bereit und die Vierbeiner dürfen leinelos zugange sein, wenn sie das möchten.





Und außerdem: Auf der Illighütte wird alles frisch und selbstgekocht. Wir haben fast alles verkostet – ein Traum! Wir kommen wieder.






HINWEIS: Danke an Maria für den Rundgang durch den Baumpatenwald und Danke an Michaela für die herzliche Einladung!

1 comment
Den Oxymel Spritz am Pilznerhof habe ich mit großer Begeisterung getrunken. Und die hundeherzliche Bewirtung bei Michaela auf der Illighütte war ein Traum.