Jahre her, der letzte Monat – gefühlt. Diesmal bin ich spät dran mit meinem Monatsrückblick. Warum? Weil ich seit sechs Wochen nur rotiere, sprich – reise. Arbeite und reise. Reise und arbeite. Und dazwischen kommt man zu nix. Das war mein September 2026. In Kurzfassung.

Inhaltsverzeichnis
Wieviel passt in einen kurzen September?
Wie viele Termine passen in einen Kalender, bevor er sich beschwert? Ein google Calendar beschwert sich nie und ist nie voll! Recherchereisen mit Camper, Auto und Zug, Pressekonferenzen, Webinare, dazwischen Theater, Ausflüge, Heurigen und Familie. Und weil Wasser mein Element und der Teich mein Lebenselixier ist, war auch dafür Zeit, und wenn es oft nur ganz kurz zwischendurch mittags und eher eine Hetzerei war.
Gestartet ist der Monat bodenständig: Am 2. September war ich zur Blutspende in Seyring (und Maries Geburtstag stand auch im Kalender – die DGKP meines Vertrauens mit Bräutigam war auch vorort), am 4. ging es mittags kurz in den Teich. Am 5. September folgte die erste Premiere der “neuen” Kammerspiele (naja, ja), und einmal konnte ich spontan Teich und Eis mit einem schwesterlichen Tratsch kombinieren, was sich als hervorragende Kombination erwiesen hat.
Apropos Teich und Wasser: Die Donau bei Klosterneuburg in September – ein Trauerspiel.

Mit Cicero durchs Böhmisch-Mährische Hochland
Mitte September war ich im Auftrag von Tschechien Tourismus und Vysočina Tourism mit Campervan Cicero im Böhmisch-Mährischen Hochland unterwegs, Start und Ziel: Weinviertel und das liegt für einen solchen Trip überraschenderweise hervorragend. Dazwischen lagen drei UNESCO-Stätten, ein Haufen Burgen und mehr Geschichten, als in einen Reiseführer passen (ich weiß, wovon ich rede, ich schreibe ja selber welche).
Alles beginnt im Artikel zum UNESCO-Triangl, wo Du die ganze Route samt Camping- und Praxistipps findest. Telč hat mir den farbenprächtigsten Stadtplatz beschert, den ich je gesehen habe, und mit der gotischen Waldburg Roštejn samt Granitfelsen mittendrin gleich noch einen Ausflug dazu: Telč mit Ausflug Roštejn. Und gleich als erstes – Hund mit Ball!

In Třebíč ist mir die Mikwe im Keller des jüdischen Viertels noch lange im Hirn herumgespukt, weil ich an ein beeindruckendes Buch dabei denken musste, das ich mal gelesen hab: “Unorthodox” von Deborah Feldman. Auf einmal war mir das Buch so präsent, als hätte ich es gerade erst gelesen.
Dann gings nach Třebíč mit einem Ausflug nach Jaroměřice. In Žďár nad Sázavou spielt Santini mit der Zahl Fünf, und in Lipnice wartet der brave Soldat Schwejk: Žďár nad Sázavou und Lipnice. Mein persönliches Highlight waren unsere Besuche in Iglau und Brtnice, mit Gustav Mahlers Kindheit und dem Geburtshaus von Josef Hoffmann. GENIAL!!!!!!


Zum Abschluss ging es nach Mikulov, wo wir die Tour mit einem Eis in einem der unglaublich vielen und einladenden Cafés dort ausklingen ließen. Zwei Camping-Tipps aus dieser Recherchewoche: der Campingplatz Vidlák und der schön angelegte Platz in Mikulov, gut organisiert und in Gehentfernung zur Stadt.
Schweiz, Slowenien und Italien: Tourismus-Termine in Wien
Kaum war der Camper ausgeräumt, ging es in Wien weiter. Am 17. September war ich bei der Schweiz-Pressekonferenz im Mandarin Oriental, mit Schweiz Tourismus, Bern Welcome, dem Swiss Travel System und der Rhätischen Bahn, am Nachmittag folgte noch ein ECHT.ERLEBT.-Zoom Meeting. ECHT.ERLEBT. ist unser großes Content-Creator Projekt ab 2027 – Start ist mit einem Welcome-Webinar am 22.10.2027.
Am 21. September lud Slowenien ins Weltmuseum ein, um den Welttourismustag zu feiern, und am 23. September gab es noch den supergemütlichen Aperitivo Italiano von Italia Tourismus. Wer in einer Woche Schweiz, Slowenien und Italien theoretisch besucht, hat danach definitiv Fernweh. Und Hunger. Meine Office Stunden (derer waren viele) konnte ich oft noch in den Garten verlegen, es war so lauschig warm! Meinen Garten habe ich zwischendurch sehr genossen, auch den Vorgarten (auf Coffe´s Geheiß), meinen neuen Springbrunnen, die Hollywoodschaukel, hach. Den Garten will ich nicht mehr missen!



Schneeberg, Webinare und die Frage: Was will ich bei den Reisevorträgen sagen?

Zwischendurch war ich mit der NÖ-CARD am Schneeberg unterwegs – daraus entstand mein Reisebericht Mit dem Vierbeiner auf den Schneeberg für den CARD-Blog, und das bei widrigsten Wetterumständen am Gipfel mit Schnee und Sturm. Es standen außerdem ein SEO-Webinar und ein Pinterest-Webinar am Kalender. Dazu kam das Kraft-Training, wenn es sich gar nicht vermeiden ließ (Mrs.Sporty, ich grüße Dich von ferne).
Am 24. September ging meine Tschechien-Übersicht online, alle Reiseberichte nach Regionen sortiert. Und am 25. September steht im Kalender wörtlich: “vorträge schweiz”. Die Schweiz-Vorträge für das Reisekino am CARAVAN SALON WELS wollten nämlich in Bild, Ton und Videos sowie Text vorbereitet sein.
Die Vorträge über die Grand Tour of Switzerland mit dem Camper waren auf der Caravan Wels wirklich ein Erfolg, mit vielen interessierten ZuhörerInnen, vielen Fragen und interessierten Gesichtern. Je eine Stunde geredet, und ich finde im Rückblick, ich hab es gut gemacht.
Leipzig: Bach, Boot und Auerbachs Keller
Der Monat endete, wie er begonnen hatte: mit Reisen. Am 28. September ging es im Zug nach Leipzig, im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus, und zwar zum ERSTEN Mal in meinem Leben. Die Anreise war, wie soll ich sagen, “zeitraubend”, aber ich sags gleich: Irgendwann war ich dann dort und es war superfein.

An einem Abend war ich zum Souper geladen in Auerbachs Keller auf Einladung von Leipzig Travel mit äußerst netter Begleitung und auf den Spuren von Goethe, Faust und Mephisto. Anderntags bin ich in Klein-Venedig vom neuen Stadthafen aus durch die äußerst pittoresken Kanäle von Leipzig gefahren. Dazwischen habe ich das Bach-Museum, das Zeitgeschichtliche Forum und das Foyer des Museums der bildenden Künste besucht, im Grassi Museum habe ich es nur bis in den Shop geschafft (steht auf der Liste, nächstes Mal). Die ganze Reise findest Du im Leipzig Städtetrip, die Bootsfahrt hat einen eigenen Artikel bekommen: Klein-Venedig am Stadthafen.
Leipzig im Video: Mein Städtetrip zum Mitreisen
Lohnt sich ein Städtetrip nach Leipzig? Ja, aber plane genug Zeit ein. In 7 kurzen Videos nehme ich Dich mit.
Heurigen und social life
Ausgegangen sind sich noch mehrere (!) Heurigenbesuche in verschiedenster Besetzung, aber immer in wunderbarer Herbstsonne und in Hundebegleitung und sogar ins Kino hab ich´s geschafft: Mit Gudrun war ich in VATERLAND – weil ich bekennender Sandra Hüller Fan bin und ein Faible für die Familie Mann hab. Nachmittags im Cinecenter, das ist wahrer Luxus einer Selbständigen.
Mit Alex und Andi (frisch angereist aus dem schönen Grenzach-Wyhlen hab ich im Klosterhof von St. Michael steirischen Weissburgunder getrunken und gefachsimpelt über eh alles. Davor und danach war ich in der City unterwegs in Sachen Blasmusikfest, gestärkt hab ich mich im Schwarzen Kameel und die Veilchenkonfekt beim Demel hab ich mir auch genau angesehen – einfach überall vorbei an den wartenden TouristInnen-Massen – das geht schon, wenn man weiß wie.



Coffee hatte eine Hunde-Gesundenuntersuchung bei der besten Tierärztin ever in der Tierambulanz Brigittenauerlände und Hundecousine Nelly war zu Gast im Weinviertel. Und zuguterletzt hab ich mich selbst und meinen Reiseblog noch mit einem netten kulinarischen Ausflug nach Klosterneuburg zur Fischerin gefeiert inklusive Fährfahrt, Kormoranen und Hundebad. Danach war ich spontan in Enzersfeld hintaus auf den besagten Sturm mit Ausblick. Auf den Oktober!




Und sonst so?
- Best Moment: Mit meinen Liebsten in der Nachmittagssonne beim Hörmayer sitzen
- Erkenntnis of the month: Weniger ist nicht mehr
- Nervigste Sätze und Wörter: ähm
- Gebadet in: Gerasdorfer Teich, Donau
- Außerordentliche Vorkommnisse: Staffel 5 von Babylon Berlin war endlich im TV
- Gelesene Bücher:
- Isidor, Shelly Kupferberg
- Die gereizte Frau, Miriam Stein
- E.E. Olga Tokarczuk
- Heimsuchung, Jenny Erpenbeck
- Schnitzler Briefe
- Die Manns, Geschichte einer Familie
- Alle Monatsberichte
