Vom Weinviertel zur Mercure Weinlese nach Salzburg.

by Angelika Mandler-Saul

Warum ins Mercure Salzburg zur „Weinlese“? Man muss das verstehen: Die armen Salzburger haben (fast) keinen eigenen Wein. Dem Vernehmen nach versucht man sich am Mönchsberg am Weinanbau – aber ganz ehrlich: Für die vielen Gäste der Mozartstadt kann das ja unmöglich ausreichen. Da müssen halt wir NiederösterreicherInnen wieder aushelfen…. :-)

Zur „Weinlese“ im Mercure Salzburg Hotel

Die Mercure Hotels gehören zur französischen AccorHotels  Gruppe (darunter etwa Sofitel im Luxus – Segment oder auch Ibis Styles und Pullman) und wissen deshalb um die Wichtigkeit guter Weine in ihren Häusern. Immer schon. Mit ihrer Séléction de Grand Vins bieten sie bereits seit 1983 ausgesuchte österreichische Weine auf einer jährlich wechselnden Weinkarte in den Mercure-Hotels in Österreich an. Mittlerweile nennt sich diese Auswahl „Mercure Weinlese“ und zu eben dieser war ich nach Salzburg geladen. Im Mittelpunkt: Regionale österreichische Weine, die es in der nächsten Saison auf die Weinkarten der österreichischen Mercure Hotels schaffen.

Mercure Weinlese 2017: Das Prozedere

Mit etwa 60 anderen geladenen Gästen aus Deutschland und Österreich durfte ich eine Vorauswahl von 48 österreichischen Weinen verkosten. Zugegeben: Wir waren in zwei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe nahm sich (nur) 24 Weine vor. Kommentiert wurde das ganze von Martin Widemann, seines Zeichens Lehrer an der Tourismusschule Bergheidengasse, WIFI Trainer für angehende Sommeliers, Consultant, Käse-Sommelier uvm.

In einem eigenen Seminarraum des Mercure City Salzburg kosteten wir uns unter seiner fundierten Anleitung und Moderation durch die verschiedenen Sorten. Währenddessen wartete mein Vierbeiner droben im Zimmer, denn ich nächtigte praktischer Weise im selben Hotel.

Das Zimmer war neu und modern ausgestattet, allerdings für meine Begriffe sehr klein und eher dunkel. Großer Überraschungs-Moment: Ein Wasserkocher in einem österreichischen Hotel – es gibt sie also doch auch in Österreich – DANKE! Wie überall auf der Welt (aber das ist eine andere meiner Lieblingsgeschichten)…

Zurück zur Weinverkostung, der Mercure Weinlese 2017: Ich freute mich auf die Grünen Veltliner und den Gemischten Satz – meine Heimat Weinviertel konnte ich allerdings nicht rausschmecken. Zu meiner Ehre muss ich sagen: Bei meiner „Charge“ war auch keiner dabei, wie ich nachher bei der „Auflösung“ beim Galadiner erfuhr.

Da nämlich wurden ihm Rahmen eines festlichen Abendessens (wunderschön eingedeckt) alle 48 Weine als Menü-Begleitung quasi freigegeben – übrigens ein hervorragendes (ebenfalls mit regionalen Zutaten bereitetes) mehrgängiges Menü im Restaurant des Mercure City Salzburg. Da ich keine Rotweintrinkerin bin, kostete ich mich durch die Weißweine von Weinviertel und Wagram. Ein Gelber Muskateller aus dem Weinviertel (ich verrate keine Namen) wurde übrigens in seiner Kategorie Erster.

Als Marketing-Tante gefiel mir ganz besonders, dass das ganze Event perfekt „durchgebranded“ war – auch auf den Schürzen des Service Teams und den genialen Menükarten. 

Nach dem ausgiebigen Genuss der österreichischen Weine und dem Menü (Danke an die extrem aufmerksame und hervorragend geschulte Service-Brigade der Mercure Hotels) wurde das Geheimnis gelüftet: Wir hatten gevoted quasi. Das Gläschen in meiner Hand (unten) beinhaltet übrigens eine köstliche Rote Beete Suppe mit Vanilleschaum und darunter in dem farbenfrohen gelb-lila findet sich das Amuse Gueule aus der Küche – also WIR haben damals im MODUL nicht so farbenfroh gekocht…. Hochachtung vor der Küche des Mercure, echt jetzt. Meine Favoriten in kulinarischer Hinsicht: Die Pastete aus dem Ausseerland und der Birnen-Marzipanstrudel. Aber zurück zum Wein, denn deswegen sind wir hier.

Die Weinviertlerin im Mercure Salzburg prämiert

Die Weine mit den besten Bewertungen in jeder Rebsorte, die ein Jahr lang auf den Weinkarten der Mercure Hotels in Österreich stehen dürfen, wurden abschließend. präsentiert. Ohne unsere aufopfernde Verkostung auf die Weinkarte hatte es übrigens schon ohne Konkurrenz die Poysdorfer Winzerin Marion Ebner-Ebenauer geschafft. Ihren Wein durften wir übrigens, nebst der obgenannten Schürze, als GiveAway mit nachhause nehmen – er kehrt also zurück ins Weinviertel, der Wein. Eine schöne Idee!

Alle von uns ausgewählten Weine dürfen jetzt für ein Jahr lang auf die erlesene Weinkarte der 12 Mercure Hotels in Österreich und ich kann sagen: Ich war bei der Auswahl dabei. Anderntags genossen wir noch – inmitten vieler asiatischer Touristen – ein ausgiebiges Frühstück, bevor die Reise weiterging.

 

TIPPS rund um das Mercure Salzburg

  • Parken kann man beim Vierstern Haus Mercure City Salzburg auf dem eigenen Parkplatz oder in der Tiefgarage. Mit Blick auf den nahen Mönchsberg (Das dortige Paschinger Schössl war lange Stefan Zweigs Salzburg Domizil, wo er mit seiner ersten Frau wohnte und zahlreiche Schriftsteller-Kollegen empfing, bevor er ins Exil ging) ist man in 10 Minuten Fußmarsch an der Salzach.
  • Für Hundebesitzer gibt es hinter dem Hotel einen kleinen Park.
  • Ganz nah auch an der Linzer Gase (FUZO) gelegen, damit optimal als Stadthotel für einen Kurztrip geeignet, wie ich meine. 
  • Fast so gut wie die Wasserkocher im Zimmer:
  • Fahrräder für das Salzburg Sightseeing!


HINWEIS: Ich wurde von der Agentur Dialogium und Mercure Hotels Österreich eingeladen, mit Begleitung an der Mercure Weinlese 2017 teilzunehmen. Ein Zimmer für eine Nacht wurde uns ebenfalls im Mercure Salzburg City zur Verfügung gestellt. Die Meinungen in diesem Artikel sind unverkennbar meine eigenen.

 

2 comments

Reisebloggerin 30. Juni 2017 - 18:32

Du magst echt keinen Rotwein? Ist mir noch nie aufgefallen…

Reply
Angelika Mandler-Saul 1. Juli 2017 - 08:04

NÖ, trinke nur Weißwein. Und nur trockenen. Nix lieblich :-) oder gar süß…

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