„Frauen reisen Solo“: Alleinreisen – meine Meinung über das neueste Ebook.

Eine Solo-Travellerin par excellence ist Carina Herrmann. Auf ihrem professionell gestalteten Blog pinkcompass.de gibt sie schon lange Tipps zum „Alleinreisen als Frau“. Aber auch für diejenigen Frauen, die sich bislang noch (immer) nicht getraut haben. Offensichtlich gibt es immer noch zuviele Ängste und Befürchtungen, bevor EINE eine Reise allein tut. In ihrem ersten Ebook will Carina Barrieren abbauen und Mut machen. Ich durfte das Buch schon vorab vor dem offiziellen Erscheinungsdatum lesen.

Hier meine ganz persönliche Meinung dazu. Denn: „Das Problem ist, dass Du glaubst, Du hast Zeit“. (BUDDHA)

Vorweg: Mir persönlich ist ja schleierhaft, warum Frauen im Jahr 2014 immer noch Anleitungen für die einfachsten Dinge des täglichen (Allein) Lebens benötigen sollten. Aber offensichtlich ist nicht allen potentiell allein reisenden Mädls alles so sonnenklar wir mir. Wahrscheinlich weil ich ja auch schon im vorgerückten Alter bin und mir Kreditkarten im Ausland, Hygiene in Asien, fremde Speisen, Englisch sprechen, Früh aufstehen, Selbstorganisation, unregelmäßig Essen etc. nicht mehr a priori Angst machen. Doch ich bin mir darüber im Klaren, dass ich hier (vielleicht?) eine Ausnahme bin und viele Frauen immer noch Skrupel haben, alleine wegzufahren:

Egal, ob sie 20 oder 40 oder 60 Jahre alt sind.

Im ebook „Frauen reisen anders“ leitet Carina Herrmann all jene Frauen an, die es noch nie getan haben, bei Null anfangen und es noch als Angst einflößendes Wagnis sehen, alleine zu reisen. Sei es jetzt nur im eigenen Land oder mal gleich nach Asien oder Australien. Und ich finde es gut, dass Carina versucht, alle Fragen im vorhinein abzudecken. Damit beginnt sie zugegebener Maßen sehr „basic“. Ich persönlich kann mir zwar nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich nicht getrauen, alleine essen, shoppen oder ins Kino zu gehen – aber.. naja.

Am Sunshine Beach in Noosa - QueenslandDa ist es schon was anderes, alleine durch Asien und Australien (warum Ihr dort aber schon überhaupt gar keine Angst haben müsst)  zu reisen; das ist mir klar. Aber wer nicht mal daheim in Wien oder Österreich alleine unterwegs sein kann, die wird schon gar nicht -allein- außer Landes gehen wollen. Aber ich will jetzt gar nicht darüber urteilen, wer wann warum und wie wovor Angst oder Respekt hat – lieber rede ich über meine Highlights aus dem Buch, denn natürlich habe auch ich als nun ja, äh, „reife“ Reisende, was daraus gelernt. Und zur Reise-Destinationswahl fürs „erste Mal“ hat Carina ohnehin auch gute Tipps auf Lager.

Und wer nicht reisen will, sondern glaubt, sich nur daheim wohlfühlen zu können, vergibt sich zwar viele neue Gefühle und Erfahrungen, aber es ist durchaus legitim.

Rezepte und Hygiene

Ob Camperin, Hostelreisende oder Daheimbleibende: Die Rezepte „für unterwegs“ der bekennenden Vegetarierin Carina waren für mich ein witziger Input. (Stichwort: „Vegetarischer Shepherd´s Pie“). Ich mags gerne kulinarisch einfach – egal ob daheim oder unterwegs. Aus ganz wenigen Zutaten eine Mahlzeit zu basteln, egal ob in Thailand, Laos oder Vietnam – das kann man immer brauchen.

damenhilfenDie gelernte Krankenschwester nimmt sich dankenswerter Weise viel Zeit, um das Thema „Hygiene auf Reisen“ abzudecken. Mir persönlich fehlte hier der Hinweis auf die Nützlichkeit von Pibella und Co.  (Wollte ich in Australien auf den Highways wahrlich nicht missen. Und beim Camping im Everest Basislager, Skifahren, Langlaufen, Unterwegs sein ebenso… was soll ich mehr sagen 🙂  Gibts ja in mehreren Varianten und „Bauweisen“  – einen witzigen Überblick gibt dazu Outdoormädchen. Muss die reisende Frau, die viel „off the road“ unterwegs ist, zumindest einmal getestet haben, wie ich meine.

Neu gelernt habe ich, dass es ein Antibiotikum-Puder gibt. Klingt nützlich, wird ausprobiert, danke!

Frau lernt umzudenken

Carina bringt es auf den Punkt: Reisen bildet nicht nur, sondern bringt uns auch weiter. Was lernen wir für später?

  • sich nicht mehr ständig über Kleinigkeiten zu ärgern
  • manche Erfahrungen lassen sich mit der Kamera nicht festhalten
  • ganz besondere Momente lohnen sich, alleine genossen zu werden
  • loszulassen
  • auf sich selbst aufzupassen. Das hat wahrlich noch keiner geschadet.

Gepäck und Kleidung

Was habe ich mit den 70 Liter Backpacker Rucksäcken in Nepal und Tibet beim Herumpacken immer geflucht. Egal was ich brauchte, es war immer zu unterst. Aber heutzutage gibt es Frauen-Gepäckstücke, in die zu investieren es sich lohnt – wie ich gelernt habe. Ich sage nur: Rundherum Zipp beim Riesen-Rucksack. Es gibt ihn jetzt und es ist gut so! Die früher reingequetschten bunten Plastiksackerln werden halt heutzutage durch stylishe „Zipp-Beutel“ ersetzt, aber der Sinn ist immer noch derselbe.

Ja, die Kleidungstipps. Mir persönlich etwas zu „mädchenhaft“, aber schließlich bin ich aus dem Alter ja auch lange raus. Was ich allerdings weitergeben kann:

  • Warmer Kopf = warme Füße. Ohne Mütze fahre ich nirgendwo mehr hin.
  • Weniger Schuhe sind mehr Schuhe. Vor allem in Asien.
  • Ein Schal ist kein Schal.
  • Wickeltücher/Sarongs kann man immer brauchen. Für alles.
  • FlipFlops für alle Lebenslagen.

FAZIT:   „Das Problem ist, dass Du glaubst Du hast Zeit“. (BUDDHA)

Reise, solange Du noch Zeit dazu hast. Wenn Du es wirklich willst. Denn Zeit dazu „bleibt nicht irgendwann übrig“, Du musst sie Dir wissentlich IMMER NEHMEN.

Ebook für alleinreisende Frauen
von Carina Herrmann

Carina Herrmann: „Frauen reisen Solo“. Ein Ratgeber für alleinreisende Frauen und solche, die es werden wollen.

Ab 13.3.2013 / 12 Uhr mittags – online zu kaufen auf www.pinkcompass.de und Amazon.

 

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